Topografie des Terrors, Berlin

"unscheinbar, unterdrückt, nachdenklich..."

Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" befanden sich 1933 -1945 die wichtigsten Zentralen nationalsozialistischer Repressions- und Verbrechenspolitik. An diesem "Ort der Täter" fielen grundlegende Entscheidungen über die Ermordung Kriegsgefangener und den Völkermord an den europäischen Juden.
Mein Entwurf basiert auf den Emotionen, die von diesen Ort ausgehen - damals wie heute. Die dortige Dauerasusstellung "Topografie des Terrors" regt den Besucher zum Nachdenken an und läßt das Geschehene Revue passieren. Die Gefühle die in der Vergangenheit von diesem Ort ausgingen, waren eher unscheinbar (Blockrandbebauung und nicht direkt im eigentlichen Regierungsbezirk) und dennoch war dies der Ort des Terrors während des 2. Weltkrieges. Gefühle der Nachdenklichkeit, der Unscheinbarkeit und der Unterdrückung wurden als Grundprinzipien des Entwurfs herangezogen. Man verlässt mit dem Eintreten in das Gebäude die Gefühle der Vergangenheit. Richtungswechsel! Das Gebäude repräsentiert die Gegenwart und entsteht aus dem Weg der Unterdrückung - es wächst aus dem Weg heraus und kehrt dem eigentlichen Gelände den Rücken zu.

 

Studienarbeit 2005
Christian Müller